diary-684750 6402015 - An was lag es?

Dankeschön

Erstmals ein dickes Dankeschön an unsere Betreuer Peter Jobst und Robert Schwimmbeck die es wieder einmal geschafft haben uns im Zaum zu halten. Dies war in der abgelaufenen Spielzeit nicht leicht und sie hatten mit mehr Problemen zu kämpfen, als ihnen lieb war.

Danke Euch BEIDEN!

Was dachten Wir?

Nach 3 wunderbar erfolgreichen Jahren sind wir 2015 auf den Boden der Tatsachen gelandet. Hatten wir vor der Saison noch Hoffnung in dieser starken Gruppe doch ein Wörtchen mitreden zu können, sah man sich von den Pessimisten im Team bestätigt. An was das meiner Meinung lag versuche ich nun im Anschluss mit Statistiken erstmals zu belegen.

Der Statistikvergleich zu 2014!

Abwehr + Torleute

Mit 26 Gegentreffern auf 15 gespielten Partien hatte man einen Schnitt von 1,73 Treffer ins eigene Netz 2014 zu verzeichnen, der in der abgelaufenen Spielzeit bei 1,94 Treffer pro Spiel lag (17 Spiele 33 Gegentreffer). Es sind zwar mehr Spiele gewesen, aber man sieht dass es an der Abwehr nicht so lag, obwohl vermeidbare Treffer fielen. Der Abwehrverbund stand also erneut seinen Mann und das mit 5 verschiedenen Torleuten und immer wechselnder Aufstellung. Die einzige Konstante, auch mit Leistung, hieß hier Andreas Zollner. Ich schreibe es hier erneut, gegen unsere Abwehr möchte ich nicht spielen.

Das breite Mittelefeld

Hier meine ich geschah der größte Leistungseinbruch zum Vorjahr. Nicht nur viele Verletzte oder Umstellungen taten ihren Teil dazu bei, sondern unsere taktische Disziplin über jeweils 90 Minuten. Es heißt doch immer „Vorne gewinnt man Spiele und hinten die Meisterschaft“. Ich sage hier, dass Mittelfeld ist nicht nur das Herz einer Mannschaft, sondern auch das wichtigste Rädchen zum Erfolg. Sie müssen nach vorne und vor allem nach hinten arbeiten und das fehlte in zu vielen Fällen, dass dies nicht unbedingt der körperliche Fitnessstand bedeutete, zeigte man doch. Es fehlte einfach der Geist zur Einstellung und Körpersprache in den Spielen. Auch die Trefferquote von 19 (2014) zu 15 (2015) zeigt diese Tendenz. Möchte hier nicht alles darauf schieben, aber es wäre weitaus mehr drin gewesen.

Unser Angriff

Ladehemmungen kann man nicht nennen, denn auch hier waren es 21 Treffer von Stürmern dieses Jahr gegen über 2014 (24). Wenn man auch hier den Schnitt ausrechnen würde, gingen uns pro Spiel ein halbes Tor ab und das auf 17 Spiele. Da gibt es auch keine Entschuldigung wegen Verletzungspech, denn die Möglichkeiten waren vorhanden. Also bei 8-10 Toren mehr, bin ich der Meinung, wären 6-8 Punkte mehr auf unserem Konto gewesen. Auch hier ließ man im Abwehrverhalten nach und somit ist unser Endtabellenstand zu erklären.

An was lag es nun?

Ich bin der Auffassung, dass wir zu verwöhnt waren von unserer eigenen Leistungsbereitschaft. Viele von uns spielten auf „Anschlag“ und waren auf dem Platz voll bei der Sache. Das konnte man nicht mehr sehen in allen Spielen 2015 wo es eng wurde, und so gingen wir nicht als Sieger vom Platz. Viele Stimmen unter der Saison behaupteten wir sind zu alt und die Gegner körperlich fitter. Das kann ich nur zum Teil bejahen, denn wie ließen zu viele Punkte liegen wegen unserer eigenen Selbstdisziplin. Komischerweise zeigten wir diese auch, aber nicht konstant genug. Auch untereinander auf dem Platz erweckten viele Einzelaktionen oder Reaktionen den Anschein, dass zu viele Spieler nicht voll bei der Sache „VfR AH-Fußball“ waren. Das zeigte sich auch bei Festen. Hier spielen zwar viele weltliche Faktoren eine Rolle, aber es ginge auch anders. Ich sehe Fußball als Ausgleich und Regeneration zum Alltag und kann super von den Sorgen abschalten. Es heißt also, wenn wir unsere Gedanken auf den Rasen, Mannschaft, Ball und Teamgeist fokussieren, dann wird auch von jedem die Leistung wieder stimmen. Hier haben viele von uns nicht ihre Gedanken gehabt und Bälle im Vorfeld abgeschrieben oder gar nicht damit gerechnet bzw. den Zweikampf nicht angenommen.

„Der Geist bestimmt beim Fußball unser Spiel“

Das dann Unzufriedenheit herrscht ist normal, aber nicht verständlich.

Zum Abschluss!

Zuerst wollte ich mit mahnenden Worte abschließen, aber „positiv Denken“ gehört zu meinem Leben wie der Fußball. Wenn wir unseren „Geist“ Bereitschaft wieder in den Vordergrund stellen und alle Kritik am Sport positiv aufnehmen, dann werden wir den vielleicht körperlichen Nachteil gegen über den anderen Mannschaften wettmachen können. Uns sollte klar sein, dass wir uns (JEDER) objektiv betrachten müssen und unsere Leistung nicht am Tabellenplatz festmachen sollten.

Nun Wunden lecken, Aufhörgedanken verwerfen und mit neuem Optimismus 2016 wieder kameradschaftlich voll angreifen.